Krešimir Stražanac, Baßbariton, wurde 1983 in Osijek (Kroatien) geboren.

 

Er studierte bei Prof. Dunja Vejzović (Gesang) und Prof. Cornelis Witthoefft (Liedgestaltung) an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart sowie privat bei Hanns-Friedrich Kunz und Prof. Jane Thorner Mengedoht. Nach dem Studium wurde er zum festen Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich wo er unter anderem als Baron Tusenbach ("Drei Schwestern"), Ping („Turandot“), Harlekin („Ariadne auf Naxos“) and Don Fernando („Fidelio“) unter der Leitung von Nello Santi, Peter Schneider, Franz Welser-Möst, Bernard Haitink, Placido Domingo und vielen anderen Dirigenten zu sehen war. In 2017 debutierte er an der Bayerischen Staatsoper in der Neuproduktion von Giordanos "Andrea Chénier" mit der Partie des Pietro Fléville.

 

Er ist Gewinner des internationalen Cantilena-Wettbewerbs in Bayreuth (Oper/Operette), des internationalen La Voce-Wettbewerbs des Bayerischen Rundfunks (Kunstlied) sowie des 1. internationalen Hugo-Wolf-Wettbewerbs im Geburtshaus Hugo Wolfs (Slovenj Gradec, Slowenien). Weitere Preise bei dem Paula-Salomon-Lindberg Wettbewerb Berlin (Kunstlied) und dem Opernwettbewerb des Nationaltheaters Zagreb.

 

In der Saison 2015/2016 debutierte er  mit dem Bayerischen Rundfunk und Concerto Köln (Arien und Pilatus in Bachs Johannes-Passion), dem Collegium 1704 (Haendels "Messiah"), mit dem WDR-Sinfonieorchester (Bachs Kantaten BWV 43,140, 127, 11 und 92 und Weihnachtsoratorium) unter der Leitung von Reinhard Goebel und Helmuth Rilling. Weitere Debuts mit dem Tokyo Symphony Orchestra (Schoenbergs "Survivor from Warsaw" und Brahms' "Requiem" unter der Leitung von Jonathan Nott), La Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias (Brahms, Requiem), der Staatskapelle Halle (Franz Schmidt, Das Buch mit sieben Siegeln und Gabriel Faurés Requiem), den Bamberger Symphonikern (Schuberts As-Dur Messe), dem Staatsorchester Stuttgart (Johannes-Passion unter der Leitung von Manfred Honeck), der Gächinger Kantorei und der Akademie für alte Musik Berlin (Beethovens Missa Solemnis, Bachs Magnificat sowie der Johannes- und Matthäus-Passion unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann).

 

In der Saison 2016/2017 debutierte er mit dem Collegium Vocale Gent / Orchestre du Champs-Elysées unter der Leitung von Philippe Herreweghe (Vier ernste Gesänge op. 121 und Requiem von J. Brahms), dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks (Schumanns "Paradies und die Peri"), den Barocchisten und Radiotelevisione Svizzera (Telemanns Werke unter der Leitung von Diego Fasolis), dem Gürzenich Orchester Köln (Brahms' Requiem) und mit dem Münchner Rundfunkorchester (in einem F. Mendelssohn / S.S.Wesley Programm).

Im März 2017 debutierte er mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Oslo Filharmoniske Orkester unter der Leitung von Herbert Blomstedt sowie dem Gewandhausorchester  unter der Leitung von Gotthold Schwarz (Bachs Johannes-Passion in der Thomaskirche in Leipzig).

 

Geplant sind die Debuts mit dem Royal Flemish Orkest (Beethovens 9. Symphonie), dem Orchester der Klangverwaltung unter Enoch zu Guttenberg (Haydns "Schöpfung"), der Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música (Mozarts "Requiem"), dem Tonhalle Orchester Zürich (Schuberts Es-Dur Messe) und dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam (Bachs h-moll Messe).

 

Besonders gerne widmet sich Krešimir Stražanac dem Kunstlied-Repertoire. So sang er zahlreiche Liederabende/ Rezitals in der Bayreuther Stadthalle, im Grand Théâtre de Dijon, im Zagreber HGZ und Vatroslav Lisinski Saal, beim Dubrovnik Sommerfestival, der Slowenischen Philharmonie in Ljubljana, in Lienz, dem Klagenfurter Konzerthaus, Périgueux (Frankreich), Stuttgart, Venedig und mehrere Male in Japan.

 

Auf CD/Blu-Ray/DVD ist er in der Decca Produktion von Bizets Carmen (Morales), BBC Opus Arte Produktion von Beethovens „Fidelio“ (Don Fernando) und der Quattro Live Produktion von Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ (Konrad Nachtigall) zu hören sowie neuerschienen im Januar 2016 die CD-Aufnahme Bachs Johannes-Passion mit dem Bayerischen Rundfunk/Concerto Köln unter der Leitung von Peter Dijkstra. Im Oktober 2016 erschien auch die DVD/Blu-Ray Aufnahme Bachscher Johannes-Passion (halbinszeniert) aus der Nürnberger St. Lorenz Kirche in der Sammlung unter dem Namen Soli Deo Gloria (BR-KLASSIK 900514). Bald wird auch eine CD-Aufnahme mit Werken von Mendelssohn und dem Münchner Rundfunkorchester erscheinen (auch bei BR-KLASSIK).

 

Stand: April 2017